Betreff
Modernisierung der Schulsportanlage des Kreisgymnasiums, Im Klevchen
Vorlage
0035/2021
Art
Beschlussvorlage

Beschlussvorschlag:
Der Bauausschuss beauftragt die Verwaltung, die Modernisierung der Schulsportanlage des Kreisgymnasiums, Im Klevchen, auf der Grundlage der vorgestellten Planung und Kostenschätzung durchzuführen.



 

Die Schulsportanlage des Kreisgymnasiums, Im Klevchen, soll für den Schul- und Vereinssport grundlegend modernisiert werden. Insgesamt zeigt sich die Sportanlage nach 60-jähriger Nutzung in einem Zustand, der eine grundlegende Sanierung erforderlich macht. Die Anlage wird vom Kreisgymnasium, der Janusz-Korczak-Schule und der städtischen Realschule sowie zahlreichen ortsansässigen Sportvereinen genutzt und dient dem Kreissportbund als Leistungsstützpunkt für Leichtathletik.

 

Im Rahmen der Maßnahmen zur Stärkung der Schulinfrastruktur in NRW des Förderprogramms „NRW.Bank.Gute Schule 2020“ hat der Kreistag bereits in seiner Sitzung am 02.03.2017 beschlossen, die Sanierung in den Maßnahmenkatalog aufzunehmen. Geplant war zunächst eine Teilfinanzierung der Maßnahme durch Fördermittel in Höhe von 200.000,00 €. Für die Aufstellung eines konkreten Sanierungskonzeptes und Bewertung des tatsächlichen Sanierungsaufwandes war eine bodengutachterliche Stellungnahme erforderlich. Die Begutachtung des Prüflabors für Sportstättenbau, Lehmacher und Schneider vom 15.06.2017 hat ergeben, dass eine im Wesentlichen auf die Oberfläche beschränkte Teilsanierung nicht zielführend ist und deutlich umfangreichere Bodenarbeiten zwingend erforderlich sind. Aufgrund der ungünstigen Bodenverhältnisse werden die Erneuerung des Unterbaus der gesamten Lauffläche sowie begleitende Maßnahmen gutachterlich dringend angeraten. Dies ist die einzige Möglichkeit, zu vermeiden, dass es künftig zu weiteren Hebungen/Senkungen des Erdreichs kommt und in regelmäßigen Abständen Sanierungsarbeiten mit einem erheblichen Kostenumfang durchgeführt werden müssen. Auf der Grundlage dieses Gutachtens, hat der Kreistag in der Sitzung am 29.06.2017 (TOP 8) von einer Beschlussfassung zur Sanierung zunächst Abstand genommen und die Verwaltung beauftragt, Alternativmöglichkeiten zu erarbeiten und der Politik vorzustellen. In der zeitlichen Priorisierung wurde diese bauliche Maßnahme zunächst zurückgestellt.

 

Im Zeitraum 2017/2018 wurden mit der Stadt Heinsberg eingehende Gespräche über die Realisierung eines Neubaus einer gemeinsamen Sportanlage an der Linderner Straße geführt. Die Stadt Heinsberg hat im Laufe des Jahres 2018 von diesem gemeinsamen Projekt Abstand genommen. Im Rahmen der Strukturentwicklung im ländlichen Raum gab es im Jahr 2019 die Möglichkeit, Fördermittel für die Modernisierung von Sportanlagen zu beantragen. Die Verwaltung hat im November 2019 einen entsprechenden Förderantrag gestellt und im März 2020 auf der Grundlage des Bodengutachtens vom 15.06.2017 dem Büro Ulenberg und Illgas, Straelen, einen ersten Teilauftrag nach HOAI (Leistungsphasen 1-3/5-6) zur Ausführung von Ingenieurleistungen zur Fachplanung erteilt. Bedingt durch die Corona-Pandemie hat die Bezirksregierung das Antragsverfahren im Laufe des Jahres 2020 ruhend gestellt und im Dezember 2020 auf Nachfrage mitgeteilt, dass nicht absehbar sei, wann das Antragsverfahren im Rahmen der Strukturrichtlinie wieder aufgenommen werde. Da das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW zwischenzeitlich für die Programmjahre 2020 und 2021 einen Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten beschlossen hatte, wurde daher seitens der Verwaltung im Dezember 2020 ein neuer Förderantrag im Rahmen dieses Investionspakts zur Modernisierung der Sportanlage Im Klevchen gestellt und die max. Fördermittel in Höhe von 750.000,00 € beantragt. Die Maßnahme muss bis zum 31.12.2022 durchgeführt sein. Eine Entscheidung über die Förderung steht noch aus.

 

Die Verwaltung hat vorsorglich für die Haushaltsjahre 2020 und 2021 insgesamt Haushaltsmittel in Höhe von 2.024.800,00 € (Mittel aus 2020 werden nach 2021 übertragen) für die Modernisierung der Sportanlage eingeplant. Selbst ohne Bewilligung des Förderprojekts, würde man ggf. mit geringfügigen Anpassungen des Gesamtplans das Projekt finanziert bekommen. Denn bei Ausschöpfung der max. Fördersumme in Höhe von 750.000,00 € würden mehr Mittel zur Verfügung stehen, als für die Modernisierung der Sportanlage nach aktueller Kostenschätzung benötigt werden. Sollten Widererwarten keine Fördermittel bewilligt werden, müssten für das Haushaltsjahr 2022 ggf. entsprechende Restmittel eingeplant werden.

 

Die Verwaltung wird dem Bauausschuss das Sanierungskonzept einschließlich Kostenschätzung in der Sitzung vorstellen. Ein Übersichtsplan ist als Anlage der Einladung beigefügt.